10 echte Wiener Kaffeehäuser

Aktualisiert von Heike, 02/19/2021
10 traditionelle Wiener Kaffeehäuser

Die Wiener Kaffeehauskultur ist ein Teil des UNESCO Welterbes.

Hier ist eine Liste mit traditionellen Wiener Kaffeehäusern, mit typischen Kaffee aus Wien und Speisen.

Unsere Empfehlung ist eine Wiener Melange, ein Einspänner oder Franziskaner zum Trinken.

Dazu gehört eine Sachertorte, Apfelstrudel oder ein Kaiserschmarrn. 

1. Café Sacher

Erfunden wurde die berühmte Sachertorte 1832, als Fürst Metternich seine Hofküche beauftragte, ein besonderes Dessert zu kreieren, der Chefkoch jedoch erkrankte und der Bäckerlehrling Franz Sacher kurzfristig diese Aufgabe bewältigen musste. Er erfand die Sachertorte, die später von seinem Sohn Eduard Sacher perfektioniert wurde. 

Ein Teig aus Butter, Zucker, Eier, Schokolade, Mehl und Vanille wird nach dem Backen in der Mitte geteilt, mit Aprikosenmarmelade bestrichen und mit Schokoladenglasur überzogen. Das traditionelle Café Sacher stellt jedes Jahr etwa 300.000 Sachertorten her, dafür werden 70 Tonnen Aprikosenmarmelade pro Jahr benötigt

Das berühmte Wiener Kaffeehaus mit seiner noblen und eleganten Atmosphäre liegt direkt gegenüber der Staatsoper.

Adresse: Philharmoniker Str. 4, A - 1010 Wien

2. Café Imperial

In dem imposanten Hotel Imperial liegt das gleichnamige Café Imperial, das sich mit seiner traditionellen Einrichtung, den Thonetstühlen und den Kronleuchtern perfekt in den Rahmen einfügt. Das Café existiert seit 1873 und befindet sich unter Denkmalsschutz.

Bekannt ist es für die Imperial Torte, die von dem Küchenjungen Xaver Loibner zu Ehren Kaiser Franz Joseph I. erfunden wurde und deren Rezept seit jeher geheim ist. Mandeln, Marzipan und Schokoladenbuttercreme sind jedoch auf jeden Fall enthalten.

Adresse: Kärntner Ring 16, A – 1015 Wien

3. Café Central

Seit 1896 befindet sich im Palais Ferstel das Wiener Traditionscafé Café Central, welches über Jahrzehnte Treffpunkt von Dichtern, Denkern und Revolutionären des alten Wiens war. Sigmund Freud, Stefan Zweig, Leo Trotzki waren oft zu Gast in dem damaligen Literatur Café. Die Säulen und das reich verzierte Deckengewölbe im Inneren verleiht dem Kaffeehaus eine einzigartige Atmosphäre. Im Sommer kann man in dem kleinen Gastgarten vor dem Café sitzen. Café Imperial ist eines der beliebtesten Kaffeehäuser der Stadt.

Adresse: Herrengasse 14, A-1010 Wien

4. Demel K. u. K Hofzuckerbäcker

Demel ist eines der bekanntesten Cafés von Wien, noch heute führt das Unternehmen den Titel eines „K.u.K Hofzuckerbäckers“, eines kaiserlichen und königlichen Hofzuckerbäckers. Gegründet wurde Demel im Jahr 1786 von dem Konditor Ludwig Dehne, dessen Sohn das Geschäft im Jahr 1857 an seinen Gesellen Christoph Demel verkaufte.

Das Interieur ist traditionell im Neo-Rokokostil gehalten, Mahagoni und große Spiegel bestimmen das Ambiente. Schon Kaiserin Elisabeth – Sissi - war hier zu Gast. Bekannt ist das Demel für seinen Apfelstrudel, der von Hand gezogen wird. Der Teig ist so dünn, dass man dadurch die Zeitung lesen kann.

Adresse: Kohlmarkt 14, A – 1010 Wien

5. Café Landtmann

Am 1. Oktober 1873 eröffnete Franz Landtmann das Kaffee und es sollte von Anfang an das vornehmste der Stadt sein. Bis heute ist das so geblieben, das denkmalgeschützte Landtmann ist Wiens elegantestes Kaffeehaus. Die gemütliche und stilechte Atmosphäre wird von Thonetsesseln aus der Kaiserzeit und Spiegeln aus den Goldenen 20er Jahren unterstrichen.

Durch seine unmittelbare Nähe zum Burgtheater, Rathaus und Bundeskanzleramt wird das Café von Schauspielern, Politikern, Beamten und Journalisten frequentiert, oft werden hier Pressekonferenzen abgehalten. 

Kaffeespezialitäten, Mehlspeisen, Torten sowie Speisen aus der Wiener Küche stehen auf der Karte.

Adresse: Universitätsring 4 – 1010 Wien

6. Café Hawelka

Das Café Hawelka wurde 1939 von Leopold Hawelka eröffnet. Die Einrichtung ist traditionell, man sagt, dass seit der Eröffnung nicht mehr renoviert wurde. Das Café ist ein bekannter Treffpunkt für die Wiener Kunstszene, die Atmosphäre war besonders in der 60er und 70er Jahren von Künstlern und Individualisten geprägt.

Die Spezialität des Hawelka sind die Buchteln, die nach einem original böhmischen Rezept zubereitet werden. Buchteln sind süße, gefüllte Germknödel.

Adresse: Dorotheergasse 6, A – 1010 Wien

7. Gerstner K. u. K. Hofzuckerbäcker

Direkt bei der Wiener Staatsoper in dem Palais Todesco liegt das Café Gerstner K. u. K. Gegründet 1847, erhielt das Gerstner bereits 1873 den Titel „K.u.K“, kaiserlicher und königlicher Hoflieferant. Das traditionelle Ambiente wird durch historische Deckengemälde, goldverzierte Holztäfelungen und Kamine hervorgehoben.

Eine große geschwungene Wendeltreppe führt von dem Shop im Erdgeschoss in den ersten Stock, wo man in Wohnzimmeratmosphäre den Blick auf die Wiener Staatsoper genießen kann. Im zweiten Stock werden Gerichte aus der Wiener Küche serviert. Im Sommer kann man in dem palmenbewachsenen Innenhof-Garten sitzen. Bekannt ist das Café für seine handgefertigten Mehlspeisen.

Adresse: Kärntner Strasse 51, A – Wien

8. Café Sperl

Gegründet 1880, gilt das Café Sperl in der Nähe des Naschmarktes als Geheimtipp für Einheimische, lange Zeit war es als Künstler- und Militär-Café bekannt. Heute sind viele Literaten und Künstler hier vertreten, die ihren Stammtisch im Sperl haben. Das Café wurde in den 70er Jahren unter Erhaltung der traditionellen Atmosphäre komplett renoviert.

Eine große Auswahl an Tageszeitungen liegt aus, wer Lust hat, kann an einem der drei Billard Tische sein Glück versuchen. Am Sonntag wird Klavier gespielt, im Sommer sitzt man in dem Gastgarten vor dem Café. Bekannt ist das Café für seine original Wiener Küche sowie für seine täglich hausgemachten Mehlspeisen.

Adresse: Gumpendorfer Strasse 11, A – 1060 Wien

9. Café Schwarzenberg

Seit seiner Eröffnung im 19.Jahrhundert zog das Café Schwarzenberg nicht Künstler und Literaten, sondern Persönlichkeiten aus der Wirtschaft an. Die Einrichtung von Wiens ältestem Ringstraßencafé ist sehr traditionell. Edles Holz, flächendeckende Wandspiegel, kleine Kacheln an der gewölbten hohen Decke sowie imposante Art-Déco Kronleuchter vermitteln zusammen mit den halbrunden Ledersesseln und dem Steinboden eine elegante Atmosphäre.

Besonders bei Touristen ist das Café sehr beliebt. Oft werden Vernissagen, Konzerte oder Lesungen abgehalten. Auf der Karte stehen täglich frische Mehlspeisen sowie diverse Spezialitäten der Wiener Küche.

Adresse: Kärntner Ring 17, A – 1010 Wien

10. Café Frauenhuber

Das Gebäude, in dem das traditionsreiche Kaffeehaus Frauenhuber liegt, datiert zurück bis ins Jahr 1746. Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven spielten hier im November 1788 persönlich den Gästen Tafelmusik vor.

Seit 1891wird das Café unter dem Namen Frauenhuber geführt. Es ist eines der ältesten seiner Art in Wien und gilt als das älteste Café, das bis heute durchgehend als Wiener Kaffeehaus betrieben wird. Im Sommer werden vor dem Café Stühle aufgestellt.

Adresse: Himmelpfortgasse 6, A – 1010 Wien

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